WASSERSTRAHLTECHNIKLOHNFERTIGUNG METALL · 6.200 BAR

Technik · Qualität

Toleranzen, Genauigkeit und Schnittqualität beim Wasserstrahlschneiden

Unsere TCI-Anlage erreicht eine Schnittgenauigkeit von ±0,2 mm. Was das in der Praxis bedeutet, welche Qualitätsstufen es gibt und warum die Konizität der entscheidende Begriff ist: hier die Antworten für Konstrukteure und Einkäufer.

Unsere Qualitätsstufen: fein / mittel / grob

Beim Wasserstrahlschneiden bestimmt vor allem der Vorschub die Kantenqualität: Je langsamer geschnitten wird, desto glatter die Fläche, und desto höher die Maschinenzeit. Wir arbeiten mit drei eigenen, praxisnahen Stufen, die wir je Bauteil mit Ihnen abstimmen:

ReschTec-eigene Qualitätsstufen; Zuordnung zu Q1-Q5 als Orientierung.
StufeCharakteristikTypischer EinsatzNorm-Kontext
FeinGlatte Schnittfläche, minimale Riefen, beste MaßhaltigkeitPassteile, Sichtkanten, Dichtflächen-Rohlinge≈ Q4-Q5
MittelAusgewogenes Verhältnis aus Kantenqualität und SchnittzeitStandard für Maschinenbauteile, Flansche, Platten≈ Q3
GrobSichtbare Riefen im Auslaufbereich, schnellster SchnittRohteile mit Bearbeitungszugabe, Brennteil-Ersatz≈ Q1-Q2

Zur Einordnung: Die Schnittflächenqualität beim Wasserstrahlschneiden wird normativ in fünf Stufen Q1 bis Q5 beschrieben (SN 214001 bzw. VDI 5210). Q5 steht für die feinste Fläche mit bester Maßhaltigkeit, Q1 für den reinen Trennschnitt. Unsere Stufen fein/mittel/grob decken dieses Spektrum praxisgerecht ab.

Konizität: der V-förmige Winkelfehler

Ein Wasserstrahl ist kein starres Werkzeug: Er verliert auf dem Weg durchs Material Energie und weitet sich leicht auf. Dadurch entsteht eine Konizität: ein leichter V-förmiger Winkelfehler der Schnittfläche von typischerweise 0,1 bis 2°, abhängig von Material, Dicke und Schnittgeschwindigkeit.

Die gute Nachricht: Konizität lässt sich durch reduzierten Vorschub minimieren. Bei fein geschnittenen Konturen ist der Effekt in der Praxis meist vernachlässigbar; bei dicken Querschnitten und hohen Anforderungen berücksichtigen wir ihn bereits in der Arbeitsvorbereitung. Sagen Sie uns einfach, welche Flächen Funktionsflächen sind; wir legen die Schnittstrategie danach aus.

Was die Genauigkeit beeinflusst

  • Materialdicke: je dicker der Querschnitt, desto mehr Strahlaufweitung und Konizität
  • Werkstoffhärte: harte Werkstoffe bremsen den Strahl stärker, der Vorschub sinkt
  • Vorschub / Qualitätsstufe: langsamer Schnitt = glattere Fläche, weniger Winkelfehler
  • Konturgeometrie: enge Innenradien und spitze Ecken verlangen angepasste Strategie

Für die allermeisten Maschinenbau-Anwendungen gilt: ±0,2 mm Schnittgenauigkeit genügen, und die Teile sind ohne Nacharbeit einbaufertig: gratarm und ohne aufgehärtete Kanten, wie auf den Seiten Edelstahl, Aluminium und Stahl & Werkzeugstahl im Detail beschrieben. Engere Toleranzen an einzelnen Funktionsflächen lösen wir über Bearbeitungszugabe und nachgelagerte Zerspanung; sprechen Sie uns an.

Toleranzfrage? Zeichnung schicken.

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